Gesundheitsmythos frei erfunden?: Wissenschaftler widerlegen 10.000-Schritte-Regel
Jedes Handy zeigt sie, professionelle Schrittzähler nutzen sie auch: Die 10.000 Schritte Regel. Laut der technischen Geräte sollen wir am Tag 10.000 Schritte laufen, mindestens. Das habe positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Gewicht. Doch wissenschaftlich bewiesen ist die Regel nicht. Die 10.000-Schritte-Regel wurde in den 1960er Jahren von der japanischen Firma Yamasa Tokei erfunden – dem Hersteller des ersten kommerziellen Schrittzählers – als Werbeslogan.
Es braucht also nicht unbedingt 10.000 Schritte, eine Zahl, die für viele schwer zu erreichen ist. Laut der Studie haben etwa 7.500 Schritte die größtmögliche positive Auswirkung auf die Gesundheit. Die Forscher fanden keine zusätzlichen Vorteile beim Gehen von 10.000 oder mehr Schritten pro Tag. Eine andere Studie aus dem Jahr 2020 legte die Grenze weniger starr auf einen Bereich zwischen 8.000 und 12.000 Schritten fest.
Doch die 10.000-Schritte-Regel ist nicht der einzige Gesundheitsmythos, der den kreativen Köpfen der Werbeindustrie entstammt und nicht auf wissenschaftlichen Fakten beruht. Aber es geht auch andersherum: Der Slogan „Fünf am Tag" stammt vom nationalen Krebsforschungsinstitut der USA und sollte Amerikaner in den 1990er Jahren daran erinnern, mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst zu essen.
Oftmals hören wir, dass wir mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken sollen. Laut Wissenschaft ist diese Zahl Unsinn. Denn bei Hitze oder sportlicher Belastung brauchen wir viel mehr Wasser, im Winter und ohne körperliche Bewegung sogar weniger. Wichtig: Das Wasser gleichmäßig über den Tag verteilt trinken. Last but not least: Die Regel, dass die gesündeste Schlafdauer acht Stunden beträgt, ist ebenfalls längst überholt.
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