Inzwischen solidarisieren sich wohl auch Arbeiter der Öl-und Gasindustrie mit den Demonstrierenden in Iran. Das könnte lebensbedrohlich für das Regime sein.
Inzwischen richten sich die Proteste aber gegen das islamistische Regime selbst. Sie haben fast das gesamte Land erfasst und sind zu einer der schwersten Herausforderungen der Islamischen Republik in den vier Jahrzehnten ihrer Existenz geworden. Auch wenn sie noch nicht als systembedrohend gelten, könnten sie es werden: Inzwischen solidarisieren sich Arbeiter der Öl-und Gasindustrie.
Nicht ohne Grund drosselten die Behörden nach Angaben der Netzschutz-Organisation Net Blocks vor dem Hintergrund neuer Protestaufrufe das Internet erneut drastisch."Dieses Vorgehen dürfte die Kommunikation und die Organisation von Protesten erschweren", erklärte Net Blocks: Die Protestierenden organisieren sich über die sozialen Medien.
Die in Oslo angesiedelte Menschenrechtsorganisation"Iran Human Rights" hatte zuletzt die Zahl von 201 Opfern genannt. Unklar war, ob darunter auch ums Leben gekommene Sicherheitskräfte waren. Nach staatlichen Angaben sind bereits mehr als 20 Polizisten getötet worden. Auslöser der Proteste, die am 16. September begonnen hatten, war der Tod von Mahsa Amini gewesen.
Offiziell ist die Todesursache ungeklärt. Während die Familie von Hirnverletzungen durch Schläge spricht, bestreitet das Innenministerium dies. Auch eine forensische staatliche Untersuchung schloss Gewalt aus. Auf medizinischen Aufnahmen, die aus dem Krankenhaus stammen und Aminis Kopf zeigen sollen, waren aber Hirn-Traumata zu erkennen.Besonders heftig sind die Unruhen in den Kurdengebieten des Landes: Mahsa Amini war Kurdin.
Offenbar um die Wucht der Proteste nach außen abzuleiten, griffen iranische Truppen erneut Lager iranisch-kurdischer Rebellen im Nachbarland Irak mit Raketen und Artillerie an. Die Regierung behauptet, dass die Proteste von"ausländischen Kräften" angeheizt würden. Das Regime hatte schon bei früheren Unruhen behauptet, diese trügen die Handschrift der USA.
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