Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages beteiligt sich an der Debatte der Berliner Zeitung zur Corona-Aufarbeitung. Eine Enquete-Kommission müsse sich die Aufarbeitung der Corona-Krise annehmen, meint Wolfgang Kubicki
Stellvertretender Vorsitzender der FDP. Er gehörte von 1992 bis 2017 dem Kieler Landtag an. Seit 2017 ist er im Bundestag. Kubicki ist Rechtsanwalt in eigener Sozietät.
Als ich am Ende des Jahres 2021 im Interview mit der Zeit erklärte, vielen Impfpflichtbefürwortern scheine es im Hinblick auf die Ungeimpften um „Rache und Vergeltung“ zu gehen, brauste ein medialer Sturm los, der auch für mich den Rahmen des bisher Erlebten sprengte. Von der Süddeutschen wurde ich in die Nähe von Rechtsradikalen gerückt, vom Spiegel als „mental am Ende“, „fast im Verschwörerjargon“ redend bezeichnet.
Wir haben nicht nur erlebt, dass viele Journalisten irgendwann nur noch eine coronapolitische Erzählung verteidigten, auf die sie sich einmal festgelegt hatten, anstatt der Wahrheit weiterhin auf die Spur zu gehen. Wir haben auch erlebt, dass dies politisch sogar kultiviert wurde.
. Journalisten machten sich damit offenbar zu Verkündern des Regierungsnarrativs und gaben ihre demokratische Aufgabe und ihre journalistische Selbstachtung an der Garderobe des Bundespresseamtes ab. Nicht nur das ist ein beispielloses Versagen, das einer Aufarbeitung bedarf.Und natürlich muss über die zweifelhafte Rolle des Robert-Koch-Instituts gesprochen werden.
Eine Corona-Aufarbeitung ist nötig, ja, um die schweren Verwerfungen in unserer Gesellschaft wieder zu beseitigen. Deshalb bin ich der Berliner Zeitung dankbar,Niemand erwartet, dass es bei einer solchen Krisenlage immer zu richtigen Antworten kommt. Auch ich habe zu sehr dem Glauben nachgehangen, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht durch einen relevanten Fremdschutz politisch noch gerade vertretbar sei.
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