Der Untersuchungsausschuss zum gewaltsamen Angriff auf das US-Kapitol im Januar 2021 hat neue Beweismittel vorgelegt, die eine stärkere Verantwortung des abgewählten Präsidenten Trump nahelegen. Nun soll er selbst aussagen. Darauf reagiert Trump vage.
Thompson sagte, in seiner zehnten Sitzung habe sich der Ausschuss mit Trumps Geisteszustand befasst. Dazu enthüllte er neues Material, darunter Interviews mit Trumps Kabinettsmitgliedern, Beratern und Partnern, in denen Trump in vertraulichen Runden zugegeben habe, dass er die Wahl verloren habe.
Cassidy Hutchinson, eine Mitarbeiterin des damaligen Stabschefs des Weißen Hauses, Mark Meadows, sagte, Trump sei an diesem Tag wütend und außer sich über die Supreme-Court-Entscheidung gewesen. Trump habe Meadows „etwas in der Art gesagt: „Ich will nicht, dass Leute wissen, dass wir verloren haben, Mark. Das ist peinlich“.
Bei der Sitzung wurden unter anderem Videoaufnahmen von Trumps langjährigem Vertrauten Roger Stone gezeigt, einem berüchtigten Politikberater. Stone sagt darin kurz vor der Wahl, er wolle nicht auf die Auszählung aller Wählerstimmen warten. „Lasst uns direkt zur Gewalt übergehen.“