Bundesweit gehen Tausende auf die Straße, um für eine sozial gerechte Politik zu demonstrieren. Eindrücke aus Berlin und Frankfurt.
Berlin: Tausende gehen auf die Straße um gegen Preissteigerungen und Klimakrise zu demonstrieren Foto: dpa
Er selbst käme bislang als alleinstehende Person mit mittlerem Einkommen noch einigermaßen über die Runden. „Aber viel mehr sparen kann auch ich nicht mehr und tendenziell wird alles zukünftig noch teuer werden.“ Besonders schlimm sei es aber jetzt schon für Menschen, die sich bereits vor einer Inflationsrate von über 10 Prozent „am Ende des Monats nur noch von Toastbrot ernähren konnten.
„Die Forderungen passen alle zusammen“, sagt Wolf. Dass linke Gruppierungen nach jahrelangen Grabenkämpfen die Streitereien jetzt beiseitelegen und sich solidarisch zusammen schließen, macht ihm am meisten Hoffnung. Und es braucht Zusammenhalt, darin waren sich alle Redner:innen am Samstag einig: „Die Rechte macht mobil, das ist gruselig und dramatisch.
„Klimaschutz statt Armut“-Plakate in Frankfurt Auch in Frankfurt am Main kamen am Samstag Tausende Menschen zusammen. Auf dem Rossmarkt, wo die Kundgebung am Mittag startete, wehten viele Fahnen – ein wahres Fahnenmeer in Rot mit den Schriftzügen von DGB, Verdi und linken Gruppen. Aber auch grüne Transparente der Umweltschutzgruppen stachen ins Auge.
Spruchschilder gab es in Frankfurt gar nicht mal so viele – und die, die man sah, thematisierten neben den Preisen oft das Thema Krieg und Waffenlieferungen. „Butter statt Kanonen“ hielt jemand plakativ hoch, auch Friedenstauben gab es einige. Rechte und Querdenker waren in Frankfurt dagegen nicht offen zu sehen. Die Organisatoren schafften es, problematische Parolen von dem Aufzug fernzuhalten.
Allerdings: die Frau ist an dem Tag eine der wenigen, die einfach so, ohne einem großen Verband anzugehören oder über ihn mobilisiert worden zu sein, in Frankfurt auf die Straße gegangen ist. Es ist vor allem die organisierte, links-alternative Mittelschicht, die da die Fahne wortwörtlich hochhält. Eine Massenbewegung – vor allem eine, die breite Schichten der Bevölkerung umfasst, die ist am Samstag in Frankfurt nicht auf der Straße zu sehen.
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