Hunderttausende Palästinenser*innen leben im Libanon – ohne Rechte und Perspektive. Wie blicken sie auf den Krieg zwischen Israel und Hamas?
Palästinenser*innen im Libanon:Sehnsucht nach einem Zuhause Schmal sind die Gassen in Schatila. So schmal, dass die Sonnenstrahlen es hier, im Westen der libanesischen Hauptstadt Beirut, kaum auf den Asphalt schaffen. Tief von den unverputzten Häuserwänden hängen etliche Kabel. So tief, dass es bei Regen immer wieder zu tragischen Unglücken kommt: Wenn spielende Kinder von tödlichen Stromschlägen getroffen werden.
„So Gott will, wird dies der Anfang des Sieges sein: um ihre Rechte zu verteidigen und in ihr Land zurückzukehren“, sagt Abbas Qadura. Der 53-Jährige besitzt einen Kiosk in Schatila, er verkauft Zigaretten, Haarspangen und Sekundenkleber. Sein ganzes Leben schon lebt er im Camp. „Das palästinensische Volk hat die Zustände, in denen es lebt, nicht verdient. Ein Volk, das vom Jahr 1948 an bis zum heutigen Tag im Schatten von Niederlagen, Katastrophen und Massakern lebt.
Feierten sie den Mord an unschuldigen Menschen? „Nein, feiern wir nicht!“ stellt Abbas’ Ehefrau Rania klar. „Wir sind Muslime und wir sind gegen das Töten, gegen das Blutvergießen. Im Gegenteil, wir sind für den Frieden. Aber wir haben das Gefühl, dass es unser Recht ist, zurückzukehren. Nichts weiter.“
Die Zahlen stammen von der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem, die jedes einzelne Todesopfer seit dem Jahr 2000 dokumentiert. Seit dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober sind auf israelischer Seite rund 1.400 Menschen getötet und 220 weitere entführt worden. Die Hamas spricht bislang von mehr als 5.700 toten Palästinenser*innen. Tendenz steigend.
Obwohl sich viele Araber*innen mit den Palästinenser*innen im Gazastreifen, Jerusalem und der Westbank solidarisieren, sind die palästinensischen Geflüchteten in diesen Ländern oft Diskriminierung ausgesetzt, so auch im Libanon. Viele arabische Staaten weigerten sich lange, palästinensische Geflüchtete vollständig zu integrieren – stattdessen pochten sie auf die politische Umsetzung des Rückkehrrechts.
Tödliche Gefahr für spielende Kinder: tief hängende Stromkabel im libanesischen Geflüchtetencamp Foto: Julia Neumann
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