Deutschlands Renten-Chefin lobt die gesetzliche Rente: Die Einnahmen seien hoch, die Beiträge niedrig, möglich machten dies »Fortschritt und Investitionen in die Fähigkeit der Menschen«. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit.
Die Deutsche Rentenversicherung wird das Jahr 2022 voraussichtlich mit einem Plus von 2,1 Milliarden Euro abschließen. Ausgaben in Höhe von 354,7 Milliarden Euro stehen Vorausberechnungen zufolge Einnahmen von 356,8 Milliarden Euro gegenüber, sagte die Vorstandsvorsitzende Anja Piel am Freitag bei der Sitzung der Bundesvertreterversammlung in. Mit Blick auf die Einnahmen aus Beiträgen der Rentenversicherung erwartet Piel auch in den nächsten Jahren ein deutliches Plus.
Bis zum Jahr 2026 werde derzeit von einem Wachstum der Pflichtbeiträge von über 16 Prozent ausgegangen, sagte sie. Dieses Wachstum beruhe vornehmlich auf der voraussichtlich guten Entwicklung der Löhne. Piel betonte, dass sich allen bisherigen ökonomischen Krisen zum Trotz die gesetzliche Rentenversicherung stets bewährt habe. »Unsere Anpassungsfähigkeit ist dabei eines unserer Erfolgsrezepte«, sagte sie.
Piel verwies zugleich darauf, dass heute bereits 35 Menschen jenseits der aktuellen Regelaltersgrenze auf hundert Menschen im Erwerbsalter kämen. Dieses Verhältnis, der sogenannte Altersquotient, habe sich in den vergangenen 35 Jahren um gut 50 Prozent erhöht. Trotz dieser demografischen Belastung sei der Beitragssatz der Rentenversicherung heute sogar niedriger als in der Mitte der Achtzigerjahre.
Das ist allerdings nicht die ganze Wahrheit: Ein Grund für die relativ niedrigen Rentenbeiträge ist der seit Jahren steigende sogenannte Bundeszuschuss, also die Finanzierung der Rentenversicherung aus der allgemeinen Steuerkasse. 2021 lag dieser bei einer Summe von 78 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 1980 waren es gerade einmal 10 Milliarden Euro gewesen.
Piel ist Mitglied im Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds und alternierende Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung. Der Vorsitz wechselt regelmäßig zwischen Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber.
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