Die Meister des Zeitschindens: FC Sevilla nervt den BVB in den absoluten Wahnsinn
Nur wenige Tage nach dem Trainerwechsel von Julen Lopetegui zu Jorge Sampaoli, einem 1,72 Meter kleinen argentinischen Irrwisch voller Tattoos, waren die Andalusier im Westfalenstadion in ihrem Element. Sie sind die Meister des Zeitschindens. Wohl kaum ein anderer Klub hat über die Jahre mehr gegnerischen Fans gegen sich aufbringen können. Und sich daran so erfolgreich erfreut.
Denn Zeitschinden ist die elementarste aller Spielformen, um ein Ergebnis über die Zeit zu bringen. Beherrscht man sie, verschwindet die Sekunden auf der Uhr, ohne dass sich der Ball über das Spielfeld bewegen kann. Immer ist irgendwas. Der Anlauf beim Abstoß muss neu vermessen, notiert und bei den zuständigen Ämtern eingetragen werden. Eine Berührung des Knöchels stellt sich kurzzeitig als brutale Attacke auf das Knie dar.
All diese mit einem leichten Hang zum Bauerntheater vorgetragenen Zeitschindereien verwandelten auch beim Spiel im Westfalenstadion die letzten Minuten in ein zugleich nie enden wollendes Schauspiel, das im gleichen Moment jedoch jeden Versuch eines ordentlichen Angriffsspiels im Keim erstickt. Besonders hervor tat sich der am Anfang der 90 Minuten noch hölzern wirkende Brasilianer Marcão.
Der 26-jährige Verteidiger der Andalusier war erst im Sommer für 14 Millionen Euro von Galatasaray nach Spanien gelockt worden, dann aber verletzungsbedingt ausgefallen. Bei seinem ersten Königsklassen-Einsatz platschte er mit seinem blitzerschöpften Körper mehrfach auf den Boden, musste minutenlang behandelt werden. Seine Verletzungshistorie, sein Einsatz in den beinahe 90 Minuten zuvor verliehen seiner Blitzerschöpfung eine Glaubwürdigkeit.
Der serbische Schiedsrichter Srdjan Jovanović war ebenfalls schwer beeindruckt. Zwar zeigte er auf die Uhr, um eine Verlängerung der vierminütigen Nachspielzeit anzudeuten. Doch dabei blieb es. Er hängte keine Sekunde dran. Obwohl auch Torhüter Bono tief in den wenigen angehängten Minuten mit der Ruhe seiner 31 Jahre zu einem Freistoß schritt und sich dafür noch die Gelbe Karte abholte.
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