Fonds aus republikanischen Bundesstaaten ziehen ihr Geld ab, weil sich der weltgrößte Vermögensverwalter unter Larry Fink zu sehr in die Klima-Debatte einmischt. Umweltschützern geht der Konzern nicht weit genug.
Der Blackrock-Chef wirbt für mehr Nachhaltigkeit. Doch die Aktie seines Unternehmens hat in diesem Jahr 35 Prozent an Wert verloren, deutlich mehr als der breit gefasste S&P 500.Jetzt also auch Missouri. Vor wenigen Tagen hat der US-Bundesstaat 500 Millionen Dollar an Pensionsgeldern vom weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock abgezogen.
Bislang hat der Streit die Fondsgesellschaft 1,5 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen gekostet. Das ist in Relation zu den rund acht Billionen Dollar, die Blackrock verwaltet, nur eine winzige Summe. Doch weitere Kunden könnten folgen und den Reputationsschaden vergrößern, warnen Analysten. Blackrock-Chef Larry Fink hat sich in der Vergangenheit immer wieder für ökologische, sozialverträgliche und den Prinzipien der guten Unternehmensführung verpflichtete Investments stark gemacht. Jetzt ist der mächtige Vermögensverwalter zwischen die Fronten geraten.