Wie könnte man eine umstrittene und ungeliebte, aber viel genutzte Bezeichnung durch eine andere ersetzen? Eine offizielle Umbenennung wäre ein Weg. Doch
In regelmäßigen Abständen flammt die Debatte über eine Umbenennung des Bahndammes nach Sylt auf. Die Deutsche Bahn führt das Bauwerk offiziell unter der schnöden Nummer 2010. Seit Generationen eingebrannt in den kollektiven Sprachgebrauch hat sich hingegen der Name „Hindenburgdamm“.„Die einzigen Eisenbahnbauwerke, die offiziell getauft werden, sind Tunnel“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.
Dass sich die Bezeichnung „Hindenburgdamm“ eingebürgert hat, rührt wahrscheinlich daher, dass der damalige Reichspräsident Paul Hindenburg bei der Eröffnung der Dammes 1927 anwesend war. Und der damalige Reichsbahn-Chef Julius Dorpmüller in seiner Rede Hindenburg huldigte und befand: Auf dessen Namen „wollen wir“ den neuen Damm taufen – „er heiße ,Hindenburgdamm’“.
Der Generalfeldmarschall ist eine umstrittene, ambivalente Figur. Er war Reichspräsident in der Weimarer Republik und wirkte auf viele damals fast wie eine Art Reichsgroßvater. Heute gilt er vielen vor allem als „Steigbügelhalter Hitlers“, den er zum Reichskanzler machte und damit die Diktatur erst ermöglichte.
Beim Damm nach Sylt ist dies komplizierter. Es gibt kein offizielles Namensschild an der Strecke, das einfach ersetzt werden könnte.Unter anderem die Grünen im Amt Südtondern – zu dem die Stadt Niebüll gehört, in der die Autozüge nach Sylt starten – haben daher eine andere Idee.
Vielen ist dies mittlerweile bewusst. Die Deutsche Bahn habe den Begriff bereits ändern lassen, sagte die Sprecherin. Sprich: Auf den Internetseiten und anderenorts sollte der Name „Hindenburgdamm“ eigentlich nicht mehr auftauchen. Auch der Chef der Sylt Marketing GmbH, Moritz Lust, sagte, „das ist ein sensibles Thema, mit dem wir uns befassen“.
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