Die arabischen Ölförderländer machen gemeinsame Sache mit Wladimir Putin und brüskieren Joe Biden. Den politischen und ökonomischen Schaden könnte am Ende die gesamte Weltgemeinschaft haben. Ein Kommentar von CHulverscheidt
sind in ihren Heimatländern ordentlich dafür verdroschen worden, dass sie im Sommer nach Saudi-Arabien reisten, dem Kronprinzen Mohammed bin Salman die Hand reichten und den mutmaßlichen Auftraggeber eines Journalistenmordes so in den Kreis der allseits respektierten Regierungschefs zurückbeförderten.
Dennoch ist die Interpretation manch westlicher Beobachter, bin Salman habe den USA und ihren Verbündeten politisch eins auswischen wollen, eher fragwürdig. Wahrscheinlicher ist, dass der Prinz allein die eigenen Interessen im Blick hatte. Er nämlich braucht einenvon 70,80 Dollar, um all die sozialen Wohltaten bezahlen zu können, mit denen er seine Untertanen bei Laune hält und Widerstand unterdrückt. Dieser Marke war der Preis zuletzt bedrohlich nahegekommen.
Die Wahrheit ist wohl: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere US-"Verbündete" kümmern sich einen feuchten Kehricht um die Ukraine oder gar so etwas Sinnfreies wie die Menschenrechte. Den autokratischen Herrschern geht es allein um sich selbst und den Erhalt ihrer Macht. Sie machen auf gut Freund mit dem Westen, wenn es gegen den langjährigen gemeinsamen Feind Iran geht oder wenn sie Waffen brauchen.
Allerdings könnten die Ölstaaten mit der Förderkürzung auch ein klassisches Eigentor geschossen haben. Ziel des Beschlusses ist es ja, den Preis auf hohem Niveau zu stabilisieren, obwohl die Weltkonjunktur wegen der Dreifachkrise aus Pandemie, Wetterchaos und Krieg schon massiv schwächelt und die Öl-Nachfrage entsprechend sinkt. Mit der jetzigen Preiserhöhung könnte dieser Prozess noch beschleunigt werden.
Anders gesagt: Die Opec plus - und mit ihr diesmal die USA - könnten jene globale Rezession überhaupt erst auslösen, gegen die sie sich durch die Drosselung von Produktion oder Exporten schützen wollen. Was das für ihre Fördereinnahmen hieße, konnte man im Juni 2020 auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle besichtigen: Damals kostete ein Fass noch ganze 30 Dollar.
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