33 Jahre nach der Einheit steht Deutschland vor einem Umbruch. Aber die Westdeutschen machen einfach weiter und die Ostdeutschen hacken aufeinander herum.
Der Erfolg der AfD ist extrem besorgniserregend, genau wie die Routine, mit der darauf reagiert wird: das Feuer austreten, die Wütenden zum Schweigen bringen.im Berliner Pfefferberg-Theater drehen. Ich war die Moderatorin. Es sollte um „ostdeutsche Identitätsfragen“ gehen, für eine „Prime-Time-Dokumentation“ in der ARD.
Aus der Rede wurden ein Artikel und schließlich ein Buch. „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ erschien Ende Februar und schaffte es sofort auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste, obwohl es zu mehr als 80 Prozent im Osten gekauft wurde. Oschmann hatte bei seinen Landsleuten einen Nerv getroffen. Auch aus ihnen schien nun etwas herauszubrechen.
Ich kam mir vor, als sehe ich bei einem Schachspiel zu. Einem Kampf zwischen zwei Menschen, die beide aus dem Osten kamen, sich mit den gleichen Fragen beschäftigten, aber auf verschiedenen Seiten standen. Wellmer suchte die Fehler im Osten, Oschmann im Westen. Wellmer gab sich betont ahnungslos, Oschmann betont wütend. Wellmer wurde von Westdeutschen gelobt, Oschmann von. Zwei Landsleute, zwei Rivalen.
Hoyer wurde 1985 in der DDR geboren, arbeitet als Historikerin und lebt in England. In ihrem Vorwort erklärt sie: „Geschichte wird von Siegern geschrieben.“ Es sei an der Zeit, einen neuen Blick auf die DDR zu wagen. Deutschland wird sich verändern, die neuesten Umfragen zeigen das. Die AfD liegt im Osten in vier von fünf Bundesländern vorn. Klar hat das mit Tendenzen zu tun, die es auch in anderen Ländern gibt: Angst vor Globalisierung, vor Inflation, vor Krieg, vor Flüchtlingen. Aber die Ursachen liegen auch in Deutschland selbst. 67 Prozent der Ostdeutschen sagen, sie tendierten zur AfD, weil sie von den anderen Parteien enttäuscht sind.
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Video: Tag der Deutschen Einheit: Hintergründe und Fakten zur WiedervereinigungAm 3. Oktober wird in Deutschland der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Er ist der einzige gesetzliche Feiertag nach Bundesrecht und erinnert als Nationalfeiertag an die deutsche Wiedervereinigung. Um Mitternacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 wurden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Berlin in seiner Gesamtheit die neuen Länder der Bundesrepublik Deutschland. Der 3. Oktober 1990, ein Mittwoch, war der frühestmögliche Termin, der nach der KSZE-Außenministerkonferenz vom 2. Oktober lag, in der diese Außenminister über das Ergebnis der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen informiert werden sollten. Außerdem musste die Einheit nach Abschluss der Verträge möglichst rasch erfolgen, da der wirtschaftliche und politische Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) drohte. Eigentlich wollte man das Datum des Falls der Berliner Mauer, den 9. November, als Feiertag festlegen. Doch da die Reichspogromnacht der Nazis an diesem Datum verübt wurde, konnte man den Tag des Mauerfalls nicht nehmen. Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet seit 1990 meist in der Landeshauptstadt des Bundeslandes statt, das zu dem Zeitpunkt den Vorsitz im Bundesrat innehat. Dies regelt die „Königsteiner Vereinbarung“ gemäß der Länder-Reihenfolge nach absteigender Einwohnerzahl. Als „Väter der deutsche Einheit“ werden der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl, der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und US-Präsident George Bush bezeichnet. In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) war vor der Einheit der 17. Juni Nationalfeiertag. An diesem Tag gedachte man in Westdeutschland dem Volksaufstand in DDR im Jahr 1957. Rund eine Million Bürger protestieren damals gegen die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Über 30 Jahre später begann mit den Montagsdemonstrationen in Leipzig die „Friedliche Revolution“. Hunderttausende Menschen protestierten und der Spruch „Wir sind das Volk“ wurde dadurch bekannt. Die Wirtschaftskraft der
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