Die zunehmende Trockenheit ist ein Vorteil für den Weinbau. Davon ist ein Winzer aus Baden überzeugt. Er testet in Frankfurt-Markendorf, welche Reebsorten am besten in der Gegend angebaut werden können.
Brandenburg könnte in den kommenden Jahren zunehmend zum Weinanbaugebiet werden. Denn nicht nur auf dem Wachtelberg in Werder oder in den ehemaligen Tagebauen lässt die märkische Sonne die Trauben bereits reifen. Nun soll auch in Frankfurt Wein angebaut werden. Die Trauben werden dort aktuell geerntet und auch verkostet.In diesem Jahr gibt es weniger Obst aus der Region: Besonders Äpfel und Birnen haben die Bauern deutlich weniger geerntet als im vergangenen Jahr.
"Der ist nicht süß, aber auch nicht zu sauer, dass es mich durchschüttelt", resümiert Testerin Steffi Rothe und lässt den Wein in ihrem Glas gegen das Licht kreisen. "Rosè Carmen" heißt der Tropfen den Winzer Guido Seyerle aus Trauben im Ortsteil Markendorfer gekeltert hat. "Da es eine Mischung aus süß mit ein bisschen Energie ist, passt das genau für einen Rosé".
Die Trockenheit in Brandenburg sei für den Weinanbau von Vorteil, erklärt Winzer Seyerle. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bereichen der Landwirtschaft, könne ihm zufolge die zunehmende Trockenheit ein Vorteil für den Weinbau sein. "Dadurch, dass es in Brandenburg normalerweise kaum regnet, hat man den Vorteil, dass es viel weniger Probleme mit Krankheiten hat. Das ist dann auch für den Verbraucher gut, weil er einfach einen reineren Wein bekommt.
Zur besserer Abwehr behandelt der Bio-Winzer seinen Wein zudem mit Aloe Vera, Brennnesseln und Schachtelhalm. Klassische Bio-Winzern verwendeten stattdessen Schwefel und Kupfer für ihre Weinstöcke. "Das wird gegossen und gesprüht. Das kommt auch auf die Blätter. Und bei Aloe Vera ist es, als ob man eine Verletzung hat: Man sprüht es drauf, dann zieht sich das zusammen. Das ist genauso wie bei den Pilzen, die die Blätter schädigen.
Die Erkenntnisse wolle er auch künftig in seine Produktion einfließen lassen. So wolle Seyerle weiter expandieren und hat bereits mehrere Hektar Land bei Seelow gekauft. Dort will er den Lieblingswein der Brandenburger anbauen. Geplant sei zudem eine eigene Besenwirtschaft - sobald er die Räumlichkeiten gefunden hat.Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden Kommentare, bei denen die E-Mail-Adresse in den Feldern Name, Wohnort oder Text geschrieben wurde, nicht freigegeben.
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