Kreischalarm in München: Schon Intro der Backstreet Boys deutet an, wo die Reise hingeht
Backstreet’s back: Kevin, Howie, Brian, AJ und Nick feiern nächstes Jahr 30-jähriges Bandjubiläum. © Martin Hangen
Die Backstreet Boys sind zurück: Die Boyband-Veteranen spielen zwei restlos ausverkaufte Konzerte in der Olympiahalle. Lesen Sie hier unsere Kritik vom ersten Abend. München - Amüsiert, aber auch ein wenig peinlich berührt halten sie das knallorange Fantuch hoch. Fünf Jungs mit 90er-Frisuren und Baggyhosen grinsen in die Kamera. Seit diese Aufnahme der Backstreet Boys entstanden ist, sind beinahe 30 Jahre vergangen, aus den Jungs sind Männer geworden.
Schon das Intro mit bunt zuckenden Lichtblitzen und Multimediashow auf mehreren Leinwänden deutet an, wo die Reise hingeht: Als die Backstreet Boys dem wabernden Nebel auf der mehrstufigen Bühne entsteigen und „Everyone“ anstimmen, beginnen zwei Stunden perfekt durchchoreografierte Bombast-Show.Die fünf singen und tanzen sich zwei Stunden lang scheinbar mühelos durch insgesamt 33 Songs aus neun Studioalben.
Dass das Boyband-Spektakel trotz der vielen Kostümwechsel und Effekte, trotz der durchgestylten Optik nicht seelenlos daherkommt, liegt am jungenhaften Charme der fünf Amerikaner. Sie haben immer noch eine gute Chemie miteinander. Und sie machen im besten Sinne Quatsch auf der Bühne, so dass man ihnen glauben mag, dass sie Spaß daran haben, diese Tour spielen zu dürfen. „Dass wir noch da sind, das liegt allein an Euch“, sagt Brian in einer der Kostümwechselpausen.